Ersteinmal möchte ich mich vorstellen. Mein Name ist Nora Schondorff, ich bin 29 Jahre alt . Seit 8 Jahren arbeite ich als Ergotherapeutin in Deutschland. Die ersten Jahre habe ich mit schwerst-mehrfach behinderten und autistischen Kindern und Jugendlichen gearbeitet. Seit 2002 arbeite ich im Süden Deutschland in einer privaten Praxis mit Kindern und Jugendlichen im Alter von 0-16 Jahren. Meine Arbeit beinhaltet die Förderung von Kindern mit Wahrnehmungsdefiziten, Wahrnehmungsverarbeitungs -störungen, Dyskalkulie, Legasthenie und AD(H)S. Bereits im Jahr 2000 habe ich eine Ausbildung im Bereich Psychomotorik absolviert und im Februar diesen Jahres habe ich die Ausbildung zur Sİ-Therapeutin ( Sensorische İntegrationstherapie) erfolgreich abgeschlossen.
İm letzten Jahr hat eine meiner Patientinnen eine Delphintherapie bei Dr.Murat in der SoulSience School in Antalya absolviert. Das 15-jaehrige Maedchen leidet an einer geistigen Behinderung. Sie spricht nicht und leidet unter Zwaengen, die ihren Alltag deutlich beeinflussen. Nach der Delfintherapie zeigte sie sich deutlich konzentrierter und aufmerksamer waehrend der Ergotherapie. İhre Grob,- Fein- und Mundmotorik hatte sich deutlich verbessert und ihre Zwaenge hatten nachgelassen. Aufgrund ihrer Fortschritte waehrend und nach der Therapie in der SoulSienceSchool habe ich mich für ein Praktikum bei Dr. Murat beworben und habe dieses nun am 26.04.2007 angetreten.
Mein erster Patient, mit dem ich schwimmen durfte, war ein 16 jaehriger Junge mit autistischen Zügen. Da er schon letztes Jahr an einer Therapie bei Dr. Murat teilgenommen hatte, wusste er was ihn erwartete und freute sich auf die Therapie. Es war sehr erstaunlich mit zu erleben, wie die Delfine und er im Wasser miteinander agierten. Schon nach 2 Tagen berichteten die Eltern, das der Junge wesentlich offener und entspannter sei. Er knüpfte Kontakt zu anderen Kindern in seinem Hotel und konnte sich auf spontane Ausflüge gut einlassen. Er begann über seine Gefühle zu sprechen und lachte und freute sich auch waehrend der Therapie immer haeufiger. Das Verhaeltnis zu seiner Schwester wurde waehrend seinem Aufenthalt deutlich entspannter. Nach Aussage der Eltern hatte diese Situation zuhause fast ein Jahr angehalten und habe sich erst kurz vor Beginn der zweiten Therapie wieder verschlechtert.
Das zweite Kind mit dem ich schwimmen durfte, war ein 6 -jaehriger in Deutschland lebender türkischer Junge mit ICP (İnfantile Cerebralparese). Der Unterschied mit dem die Delfine auf diesen Jungen zugingen hat mich sehr positiv überrascht. Bei meinem ersten Patient schwammen sie schnell und mit viel Aktion ım Becken. Bei dem zweiten Jungen hingegen waren sie sehr vorsichtig und zogen uns langsam und rücksichtsvoll durch das Wasser. Bereits nach einer Kennenlernphase von 2 Tagen war waehrend der Therapie eine deutlich bessere Tonusregulation zu beobachten. Er streckte seine Haende gezielt aus und konnte den Delfin mit geöffneten Haenden streicheln und nach der Flosse greifen. Die Kopfkontrolle verbesserte sich deutlich und auch seine Konzentrationsphase waehrend der Therapie verlaengerte sich. Sein Mutter berichtete ebenfalls von erheblichen Fortschritten nach der Therapie. So konnte der Junge sich bereits nach einigen Tagen wesentlich sicherer und kraftvoller auf -und mit Hılfe hinstellen. Er entwickelte deutliches İnteresse an seinem Rollstuhl und griff immer wieder selber zu den Raedern um sich fortzubewegen. Seine Auge-Handkoordination verbesserte sich und auch ausserhalb der Therapie war er aufmerksamer, konzentrierte und hatte mehr Ausdauer. Zudem habe ich mit der Mutter begonnen den Mundschluss zu fördern und das Trinken mit dem Strohhalm anzubahnen. Diese Vorschlaege und Fortschritte wırd die Mutter an die Therapeutin zuhause weitergeben, so das die Therapie dort weitergeführt werden kann.
Waehrend meines Aufenthaltes hier war es immer wieder erstaunlich zu sehen, wie viel schneller, entspannter und aus einer inneren Motivatoin heraus die Kinder waehrend und nach der Delfintherapie neue Erfahrungen machten, Neues erlernten und in sich ruhiger wurden. Es war eine sehr spannende und lohnenswerte Erfahrung , für die ich Dr. Murat und seinem Team herzlich danken möchte
|